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Moderner Zaun aus Metall – solche Merkmale muss er haben

Schmiedeeiserner Metallzaun – wertig und ästhetisch ansprechend. Foto: © leomalsam / stock adobe

Metallzäune werden seit vielen Jahren immer populärer. Kein Wunder: Der moderne Hausbauer weiß, dass die Außenoptik seines Grundstücks, neben der Bepflanzung am Zaun und der Freifläche, stark vom Gartenzaun abhängt. Und so ist ein schön gefertigter Zaun aus Metall ein perfektes Aushängeschild für den Hausherrn.

Zusammen mit einem Steinboden oder Golfrasen macht der Metallzaun durch sein kühles Outfit oft eine sehr edle Figur und ist obendrein besonders pflegeleicht. Zudem lassen sich bei dieser Zaunart Sonderlösungen einfacher gestalten als beispielsweise bei Holzzäunen. So können zum Beispiel Ausbuchtungen für einen Parkplatz oder Tore an jeder gewünschten Stelle ganz einfach in den Metallzaun integriert werden.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die verschiedenen Ausführungen von Metallzäunen etwas näher vorstellen und aufzeigen, worauf beim Kauf geachtet werden sollte.

Schmiedeeiserne Metallzäune

Ein schmiedeeiserner Metallzaun zählt zu den etwas teureren Gartenzaunvarianten. Ein Preis ab etwa 80 bis 100 Euro für den – vom Fachmann installierten – laufenden Meter, natürlich auch stark abhängig von der Höhe, muss einkalkuliert werden. Nach oben hin sind die Preise freilich offen, je nach individueller Gestaltung und entsprechenden Sonderwünschen. In diesem Fall kommt auch ein Zaun aus Schmiedeeisen schon fast an den Preis für einen Edelstahlzaun heran, der Kunde erwirbt hier aber auch ein hochwertiges Unikat.

Der Doppelstabmattenzaun als preiswerte Alternative

Ein recht einfacher, aber sehr häufig gewählter Metallzaun kommt natürlich erheblich günstiger als ein Zaun aus (teurem) Schmiedeeisen. Ein Beispiel hierfür ist der sogenannte Doppelstabmattenzaun, bei dem 25 Meter ab etwa 550 Euro zu haben sind. Individuelle Angebote können auf dieser Seite erfragt werden.

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Diese mittlerweile sehr beliebte Zaunart findet sich nicht nur im privaten Bereich, auch auf vielen Firmengeländen und in öffentlichen Anlagen kommt der Doppelstabmattenzaun zum Einsatz. Ein großer Vorteil ist, dass dieser Zauntyp recht schnell aufzubauen ist. Sie brauchen je nach Mattenlänge eine fest definierte Menge an Stützpfosten, die im Boden verankert werden.

Der fertige Zaun ist dann sehr robust und witterungsbeständig. Eine farbliche Anpassung an die persönlichen Wünsche ist zudem möglich, indem Sie die Doppelstabmatten mit spezieller Farbe streichen oder besprühen.

Soll ein erhöhter Blickschutz erreicht werden, können Sie zwischen die Stäbe noch eine spezielle Sichtschutzplane einbinden, damit wird die Zaunanlage komplett blickdicht.

Der Edelstahlzaun

Der Edelstahlgartenzaun ist eine der teuersten Zaunarten, bietet aber eine besonders edle und wertige Optik. Mit seiner kühlen Eleganz sorgt der Zaun aus Edelstahl für ein modernes, futuristisches Ambiente und schmückt so das gesamte Grundstück.

All das hat natürlich seinen Preis. Einfache Zaunelemente mit etwa einem Meter Höhe und zwei Metern Länge bekommt man für rund 200 Euro pro lfd. Meter im Handel. Dies ist etwas mehr, als ein einfacher Metallzaun kostet, dafür besteht der Edelstahlzaun jedoch aus poliertem rostfreiem Material und wird mit entsprechendem Befestigungsmaterial geliefert, das ebenfalls nicht rostend ausgeführt ist. Hierzu gehören auch die passenden Edelstahlschrauben und Anschlüsse, welche die Optik des Edelstahlzauns perfekt machen.

Achtung: Bei Gartenzäunen aus Edelstahl musste bis vor einiger Zeit noch zwischen zwei verschiedenen Materialien unterschieden werden: Das günstigere V2A wurde früher gern als Zaunmaterial genutzt. Heutzutage findet man aber fast nur noch Zäune aus V4A – ein Edelstahl, welcher zusätzlich 2 % Molybdän beinhaltet, was das Material widerstandsfähiger gegen chlorhaltige Substanzen macht, die man im Schwimmbad, im Meerwasser, in chemischen Mitteln etc. finden kann.

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Auch salzbedingte Flecken sind beim V4A Stahl ausgeschlossen. Diese Flecken können z. B. durch aufgewirbeltes Spritzwasser der anliegenden Fahrbahn am Zaun verursacht werden. Im Winter bei Eis und Schnee wird von vielen Gemeinden auch heute noch Salz auf die Wege und Straßen gestreut. In diesem Fall zahlt sich V4A besonders aus, da es bei V2A zu diesen recht unschönen Flecken kommen kann.

Der Aluminiumzaun

Der Aluminiumzaun ist ein relativ neuer Vertreter unter den Zaunarten. Er sorgt durch seine edle Oberfläche, die häufig chromatisiert geliefert wird, für eine cleane und moderne Optik. Ausgeführt wird er meist in Form von aneinandergereihten Latten (wie beim klassischen Lattenzaun aus Holz), die typischerweise in Abständen von 0,5 bis etwa 5 cm an einem Querträger befestigt werden.

Eine farbliche Anpassung eines Aluminiumzaunes ist jederzeit mit relativ wenig Aufwand möglich, die Farbe wird durch Pulverbeschichtung industriell gleichmäßig und umweltschonend aufgetragen. So hält die Farbe bombenfest auf dem Material, und durch die porenfreie Oberfläche bietet der so beschichtete Aluminiumzaun keine Angriffsfläche für Korrosion. Ein Nachstreichen oder ähnliches entfällt dadurch bei dieser Zaunart.

Verwendung finden daher im Regelfall Querträger aus Aluminium oder Edelstahl, wobei durchgehend Aluminium die weitest verbreitete Lösung ist. Um Kontaktkorrosion vorzubeugen, werden die meisten Aluminiumzäune entweder mit Aluschrauben oder mit rostfreien Edelstahlschrauben montiert.

Eine einfache und schnelle Reinigung ist bei Aluzäunen ein weiterer Faktor, der für diese Zaunart spricht. Die glatte Oberfläche bietet dem Schmutz kaum Halt, etwaige Staubpartikel können einfach mit Wasser abgewaschen werden, wenn Sie nicht auf den nächsten Regenschauer warten wollen.

Fazit

Wertige Optik, einfache Pflege und hohe Langlebigkeit – das sind die Hauptargumente, die für alle Metallzaunarten sprechen. Dafür sind Metallzäune im Vergleich zu den klassischen Holzzäunen deutlich teurer. Auf lange Sicht gesehen jedoch, wenn in einen Holzzaun immer wieder Geld zur Erhaltung investiert werden muss, gleichen sich die Kosten dann wieder an.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).